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30May

Neue Ehtylen-Druckgasleitung im Gewerbegebiet Mienenbüttel

Es tut sich offensichtlich etwas in Sachen Ethylen-Pipeline. Beobachtungen am Rande einer Besichtigung der Entwässungsanlage im Gewerbegebiet an der Autobahnabfahrt Rade und Hinweise aus der Bevölkerung sorgen für Irritationen. Entlang der Leitungstrasse deuten ausgelegte Rohre auf eine Erneuerung der Pipeline im Bereich des Gewerbegebietes hin.

Zuletzt am 5.4.2011 hatte die Gemeindeverwaltung auf Nachfragen zur Ethylen-Leitung in Mienenbüttel mitgeteilt, alle Sicherheitsbestimmungen seien eingehalten.  Aktuell konnte die Fachbereichsleitung der Gemeinde  nur vermuten, dass ein Neubau der Leitung für eine höhere Sicherheit sorgen soll. Genaueres war nicht bekannt, da diese Maßnahme außerhalb der Zuständigkeit der Gemeinde liegt und vom Betreiber der Gaspipeline Baumaßnahmen nur angezeigt werden. Für Rohrleitungen, die dem Ferntransport von Stoffen dienen, gelten vor allem bergrechtliche Bestimmungen. Die Bergaufsicht liegt beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld.

Nicht nur die Grünen stellen sich nun die Frage, ob Politik und Öffentlichkeit etwas vorgemacht wurde. Entsprechende Anfragen an den Betreiber der Leitung  Dow Olefinverbund GmbH und an den Bürgermeister der Gemeinde sind seitens der Fraktion und des Ortsverbandes der Grünen Neu Wulmstorf gestellt.

Der Fraktionsvorsitzende Joachim Franke fragt sich, ob die bisherigen Versicherungen, die Ethylenleitung entspreche allen sicherheitstechnischen Vorschriften, nicht ganz der Wahrheit entsprachen und nun doch ein höherer Sicherheitsstandard erzielt werden soll. Falls dies zutrifft, gilt zu klären, welche neuen Sicherheitsbedenken von wem geltend gemacht wurden und wie die neue Trasse verlaufen wird?

Schließlich hieß es auch seitens des Betreibers und der Bauaufsichtsbehörde stets lapidar, von der Pipeline ginge keinerlei Risiko für die Bevölkerung und die Betriebe aus.

Ebenso irritiert, dass bei einem derart sensiblen Thema kaum Informationen an die Gemeinde gegeben wurden. Ging der Betreiber der Gasleitung etwa davon aus, eine solche Baumaßnahme völlig unbemerkt durchführen zu können? Wohl kaum, eher werden den Befindlichkeiten der Bevölkerung sowie dem Informationsbedürfnis der kommunalen Verwaltung und Politik wenig Bedeutung beigemessen. Nach Stuttgart 21 sollte doch die allgemeine Forderung nach mehr Transparenz bei sensiblen Bauvorhaben schon weitere Verbreitung gefunden haben. Offensichtlich muss in dieser Beziehung mal wieder etwas nachgeholfen werden.

Joachim Franke dazu gegenüber der Presse: „Wir müssen klären, ob hier die Unwahrheit gesagt wurde oder ob schlicht Unwissenheit vorliegt. Seit mehr als einem Jahr machen die Grünen und örtliche Initiativen auf die Gefahren aufmerksam und wir werden stets abgebügelt. Nun wird doch gebaut, da fühlt man sich als Bürger und Politiker verschaukelt!“

Anfrage und Pressemitteilung stehen in der Rubrik DOWLOADS zur Verfügung.

Michael Krause

 

Verfasst am 30.05.2012 um 10:19 Uhr von .
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