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Aktuelles & Tier- und Naturschutz » Baubetriebshof setzt auf Gift – und verliert!
02Jan

Baubetriebshof setzt auf Gift – und verliert!

Die Rückkehr des Bärenklau

Was im September 2014 als kleine Anfrage begann, entwickelt sich zur Grundsatzdiskussion. Dem privaten Grundstückseigentümer ist es strikt verboten, Gift gegen Wildbewuchs einzusetzen. Der Neu Wulmstorfer Baubetriebshof hingegen schwört auf Gift, besorgt sich flugs die erforderlichen Sondergenehmigungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK Nds) durch Nutzung gesetztlicher Hintertüren.

Einer kritischen Anfrage im September und einem Nachtrag im Oktober bei der Kommune, der LWK NDS und dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz begegnet die Kammer mit einer eiligen Prüfung vor Ort.

Natürlich ist bis auf eine  Banalität nichts zu beanstanden, wie sollte es anders sein. Aber der Unmut den Anfragenden gegenüber bleibt und ist dem Bürgermeister in der Ratssitzung am 27. November 2014 bei der Beantwortung der Anfrage deutlich anzumerken. Aber Ratsherr Michael Krause von den Grünen beharrt darauf, manuelle Bekämpfung sollte Vorrang vor Gift haben, wie es das Gesetzt vorschreibt und Minister Meyer schriftlich bestätigt hat.

Die einen Monat später dem Protokoll beigefügte Stellungnahme Herrn Hüsers vom Baubetriebshof erweist sich als reinstes Gift-Plädoyer, entgegen dem einschlägigen Pflanzenschutzgesetz und der EU-Richtlinie, entgegen guter fachlicher Praxis und ökologischer Grundsätze. Die Vorgehensweise und die fachlichen Ausführungen dazu sind lückenhaft, unschlüssig und teilweise falsch.

Eins von vielen jungen Bärenklaupflänzchen

Die Gift-Behandlung selbst war zudem auch noch erfolglos, dennoch muss wohl auch in 2015 mit der unverminderten Fortsetzung von Begiftungsaktionen durch den Bauhof gerechnet werden, denn gemäß dem Fazit von Bürgermeister Rosenzweig im Protokoll der Ratssitzung vom 27.11.2014 gibt es nichts zu beanstanden, es ist alles in Ordnung! Die Bekämpfung mit Gift geht also weiter – obwohl funktionierende, giftfreie Alternativen zur Verfügung stehen, eben so wie es die Bürger machen.
Für die Grüne Ratfraktion ergeben sich außerdem aus der Stellungnahme des Leiters des Baubetriebshofes mehr Fragen als Antworten. Diese Nachfragen stehen in kurzer Ergebnisform und mit ausführlichen Erläuterung, Quellenangaben und aktuellen Bildern des jungen Bärenklau bei DOWNLOADS oder hier zur Verfügung. (MK)

 

Verfasst am 02.01.2015 um 16:02 Uhr von .
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