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Aktuelles & Tier- und Naturschutz » Erst sterben die Bienen – und dann …?
15Mar

Erst sterben die Bienen – und dann …?

Foto von Frank Koppe auf fotocommunity

Laut einer aktuellen Umfrage der APOTHEKEN-Umschau sehen drei Viertel der Bundesbürger und Bundesbürgerinnen politischen Handlungsbedarf für eine nachhaltigere, umweltfreundlichere und tierschutzgerechtere Nahrungsmittelproduktion. Liegt das nun an dem notorischen Rumgenörgel, wie die Industrie und die kommerzielle Landwirtschaft immer wieder behaupten, oder etwa doch daran, dass ein stetig wachsender Teil der Bevölkerung den Verschleierungen, Verharmlosungen und dem Abgewiegele nicht mehr auf den Leim geht? Es ist wohl eher das Zweite, denn es finden sich anscheinend immer mehr Gründe, der Agrar- und Chemieindustrie zu mißtrauen. Da gewinnt der BUND einen Rechtsstreit gegen BAYER, weil überzeugende wissenschaftliche Studien belegen, dass entgegen den Behauptungen des Bayer-Tocherunternehmens Bayer CropScience Deutschland GmbH deren frei verkäufliche Produkte mit dem Wirkstoff Thiacloprid doch gefährlich für Bienen sind. Da kommen laut einem Artikel im GUARDIAN von Anfang Februar 2015 neuere Studien zu erschreckenden Ergebnissen hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen von Bioziden und Pestiziden und werden unterdrückt. Dort heißt es unter anderem (Auszug von Michael Krause ins Deutsche übersetzt): Wie der GUARDIAN erfuhr, hätten etwa 31 Pestizide, deren Verkaufswert in die Milliarden geht, wegen potentieller Gesundheitrisiken verboten werden können, wenn ein blockiertes EU-Papier über hormonaktive Chemikalien öffentlich geworden wäre. Das Wissenschaft-Papier, das dem Guardian vorliegt, empfiehlt Verfahren zur Identifizierung und Katalogisierung Endokriner Disruptoren (im Englischen: endocrine-disrupting chemicals = EDCs; im Deutschen: Endokrin- bzw. Hormonaktive Substanzen = EAS), die Wissenschaftler mit einem Anstieg von Anomalien bei Ungeborenen, genitalen Mutationen, Unfruchtbarkeit, und verschiedensten Gesundheitschäden von Krebs bis zu Intelligenzverlust in Verbindung bringen.  Aus Kreisen der EU-Kommission wurde bekannt, daß das Papier von Spitzenbeamten der EU auf Druck großer Chemieunternehmen, die hormonaktive Substanzen in ihren Toilettenartikeln, Plastikwaren und Kosmetika benutzen, trotz hierdurch verursachter Versorgungskosten von Gesundheitsschäden von Hunderten von Millionen von Euros begraben wurde.  Das unveröffentlichte EU Papier sagt aus, daß allein die Risiken von Potenzverlusten durch die Kontamination so groß sind, daß schon deshalb solche Substanzen nicht als chemische Bestandteile verwendet werden dürften. Die darin vorgeschlagenen Kriterien für die Einteilung und den Einsatz von EAS sollten EU-Verbote dieser gefährlicher Substanzen ermöglichen, die letztes Jahr auf den Markt kamen. Aber Kommissionsbeamte sagten aus, daß unter dem Druck bedeutender Chemiemultis wie BAYER und BASF, diese Kriterien blockiert wurden. An Stelle dessen entstanden weniger strenge Regelungen, zusammen mit einer geplanten Wirkungseinschätzung, mit der nicht vor Ende 2016 zu rechnen ist. “Wir waren bereit, die Kriterien und Anwendungsbestimmungen anzuwenden, aber uns wurde vom UN-Generalsekretariat aufgetragen, die Sache zu vergessen.“ – wie dem GUARDIAN aus Kommissions-Kreisen berichtet wurde.“ Die Kriterien wurden wirksam unterdrückt. Wir erlaubten die ungehinderte Biozid- und der Pestizid-Zulassung“ Im deutschsprachigen Raum berichtete nur die unabhängige Wirtschaftswoche über diesen skandalösen Vorgang. Und die gesamte, verantwortliche EU-Politik schaut weg und schweigt, nur die Bürgerinnen und Bürger merken immer mehr, was gespielt wird und fallen nicht mehr auf diese Machenschaften herein. Doch es geht in der Tat auch anders. (Michael Krause)
Verfasst am 15.03.2015 um 12:36 Uhr von .
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