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30Jul

Wahlvorschläge zur Gemeinderatswahl genehmigt

Wahl-Info 5

Wahl-Info 5

Am 27. Juli 2016 hat der Wahlausschuss der Gemeinde den Wahlvorschlägen seinen Segen gegeben. Daraus ergeben sich einige interessante Veränderungen.

Die SPD hat sich zahlenmäßig deutlich verstärkt, die CDU startet unverändert. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG haben sich ebenfalls verstärkt, die Listen der FDP und DIE LINKE sind etwas geschrumpft. Neu dabei ist die AfD. Hier ein paar interessante Details:

  Mannschaftsstärke:     

(die Zahlen in Rundklammern beziehen sich auf die Gemeinderatswahl 2011)

Die SPD schickt beachtliche 30 (23) Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen. Alter und neuer Spitzenkandidat ist wieder Tobias Handtke.

Die CDU zeigt eine gleichbleibende Mannschaftsstärke von 19 (19) Kandidatinnen und Kandidaten, Spitzenkandidat ist wieder Malte Kanebley.

Die UWG, angeführt von Ex-CDU-Mann und jetzigem UWG-Fraktions-Vize Jan Lüdemann kommt auf 13 (11) Kandidatinnen und Kandidaten.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN treten mit 11 (10) Kandidatinnen und Kandidaten an, angeführt von der Ratsfrau und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sonja Stey.

Die FDP bietet 7 (9) Kandidatinnen und Kandidaten an, angeführt von Newcomer Peter Kurland.

DIE LINKE hat 2 (3) Kandidaten am Start, Frontmann ist wieder Ratsmitglied Wolfgang Klein.

Neu im Rennen ist die AfD mit ihrem Spitzenkandidat Klaus Petermann.

  Rats-/Ausschusserfahrung:

Die SPD bietet 11 neue und 18 bekannten Namen. Die vordere Hälfte vereint zwei Drittel Rats- und Ausschusserfahrung mit einem Drittel frischen Wind.

Bei der CDU sind mehr als die Hälfte neu. In der oberen Hälfte finden sich vier Ratsmitglieder und ein Wiederkommer. Auf den unteren Plätze  starten alle bis auf einen ohne politische Erfahrung in der Ratsarbeit.

Auch die UWG bietet mehr als die Hälfte Newcomer auf, drei standen schon 2011 auf der Liste und 3 sind Ratsmitglieder, eins davon auf dem letzten Platz. In der oberen Hälfte verfügen somit ein Kandidat und eine Kandidatin über Ratserfahrung.

Bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verfügen insgesamt mehr als die Hälfte über Rats- oder Ausschusserfahrung, zwei Drittel der vorderen sechs Plätze sind von Newcomern besetzt.

Die FDP startet komplett mit Newcomern, außer einem regelmäßigen Polit-Beobachter.

DIE LINKE hat ein Ratsmitglied und einen Newcomer.

Die AfD besteht erwartungsgemäß komplett aus Newcomern.

  Geschlechterverteilung:

Die SPD ist auch in diesem Punkt Spitzenreiter mit 37 % Anteil Frauen, bis Listenplatz 12 ist die Verteilung sogar ausgeglichen.

Verfolger sind die GRÜNEN mit insgesamt 27 % Anteil an Frauen, bis Platz 6 sind sogar ein Drittel Frauen.

Weit dahinter folgen die CDU mit 16 %, bis Platz 10 sind es 20 % Frauen.

Die UWG hat insgesamt 15 % Frauen, bis Platz 7 sind es noch 1 % weniger.

Knapp dahinter liegt die FDP mit 14 % Frauen, unter den ersten 4 Plätze ist keine Frau.

DIE LINKE und die AfD haben keine Frauen auf Ihrer Liste.

Einzige Partei mit einer Spitzenkandidatin sind – BÜNDNIS 90/GRÜNEN.

  Altersstruktur:

Jüngste Liste ist die der FDP mit durchschnittlich 47 Jahren, bis Platz 4 sind es 48 Jahre.

Zweitjüngste Liste ist die der SPD mit durchschnittlich 51 Jahren, bis Platz 15 sind es 48 Jahre.

Dann folgen BÜNDNIS 90/GRÜNEN gleichauf mit der CDU mit durchschnittlich 53 Jahren, jedoch sind es bis Platz 6 nur 49 Jahre.

Bei der CDU liegt der Gesamtdurchschnitt ebenfalls bei 53 Jahren, bis Platz 12 sind es allerdings 54 Jahre.

Die UWG bringt es insgesamt auf durchschnittlich 58 Jahre, bis Platz 7 sind es 50 Jahre.

Die Kandidaten der AfD sind durchschnittlich 62 Jahre alt, auf Platz 1 und 2 allein sind es 66 Jahre.

Die durchschnittlich älteste Liste ist DIE LINKE mit 65 Jahren, mit einem 67 Jahre alten Spitzenkandidaten.

Insgesamt schwankt das Alter zwischen 19 und 79 Jahren, sodass alle Altersstufen vertreten sind. Es dominieren allerdings die “fortgeschrittenen” Jahrgänge.

 Regionale Verteilung:

Die SPD rekrutiert ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu 87 % aus dem Kernort, zwei [7 %] wohnen in Rade, eine [3 %] in Elstorf und eine [3 %] in Rübke.

Die CDU repräsentiert den Kernort mit 47 % der Wahlliste, 8 [42 %] wohnen in Elstorf-Schwiederstorf, die restlichen 2 [11 %] verteilen sich auf Ohlenbüttel und Rübke.

Die UWG bringt es auf einen Anteil von 54 % aus dem Kernort, 6 [46 %] stammen aus  Elstorf-Schwiederstorf, andere Ortsteile sind dort nicht vertreten.

Bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt der Kernort 73 % der Kandidatinnen und Kandidaten, was in etwa der Bevölkerungsverteilung entspricht. Die restlichen 3 [27 %] verteilen sich gleichmäßig auf die Ortsteile Rübke, Wulmstorf und Rade.

Auch bei der FDP ist der Kernort mit 43 % deutlich unterrepräsentiert. Mehr als die Hälfte der Liste [57 %] verteilen sich mit je einem Listenplatz gleichmäßig auf die Ortsteile Ardestorf, Elstorf-Schwiederstorf, Mienenbüttel und Rübke.

Die DIE LINKE stammt zu 100 % aus dem Kernort.

Zwei Drittel, also 67 % der Kandidaten der AfD, sind aus dem Kernort. Einer [33 %] vertritt den Ortsteil Elstorf-Schwiederstorf.

 

All diese Fakten sagen natürlich nichts über Qualitäten, Kompetenzen und Potenziale der Kandidaten und Kandidatinnen aus, diese Daten liefern nur einen zahlenmäßigen, strukturellen und demographischen Überblick.

Dies zu interpretieren, abzuwägen, sich ein Bild der Kandidatinnen und Kandidaten zu machen sowie die Inhalte der Programme zu prüfen und zu vergleichen ist Sache der Wählerinnen und Wähler. Und wenn eine Meinungsbildung erfolgt ist, ist es sinnvoll, auf die Zusammensetzung des Rates im Rahmen des Möglichen Einfluß zu nehmen – und das bedeutet in einer Demokratie WÄHLEN GEHEN!

Michael Krause

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasst am 30.07.2016 um 19:16 Uhr von .
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Kommentare

  1. Sabine Brauer3. August 2016

    Sehr interessante Analyse, fair, neutral, mit dem Credo sich selbst ein Bild über die Inhalte und Kandidaten zu machen.
    Zum Schluss die wichtige Aufforderung, Einfluss im Rahmen des demokratischen Rechts zu nehmen und wählen gehen.

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