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Logistik » LIDL-Erweiterung durch Kompromiss mehrheitsfähig. Grüne nach wie vor dagegen.
25Jul

LIDL-Erweiterung durch Kompromiss mehrheitsfähig. Grüne nach wie vor dagegen.

LIDL - noch im Grünen.

In der Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses am 21. Juli 2011 hat die LIDL-Erweiterung nun doch auf Basis eines Kompromissvorschlags der SPD eine Mehrheit gefunden. Grüne haben bekanntlich in diesem Ausschuss wegen der wenigen Mandate kein Stimmrecht. Der Kompromiss besagt, dass eine Änderung nur für die jetzige Erweiterung akzepiert wird. Die weitere Bebauung soll sich an die bestehenden Festlegungen halten, d.h. Beibehaltung der bestehenden Höhenfestlegungen hinsichtlich Gebäudehöhe in Verbindung mit den bisherigen Höhenbezugspunkten. Das bedeutet, dass nur ein separates Gebäude auf einem niedrigeren Geländeniveau entstehen kann und hierfür auch neue Baugrenzen in den Plan eingearbeitet werden. Weiterhin soll die Möglichkeit  einer funktionelle Verbindung zu einem zukünftigen zusätzlichen Gebäude (z.B. Brücke/Rampe ca. 4x4m im Querschnitt) eingeräumt werden. Nachteilige Auswirkungen bezüglich Schallemission/-reflexion wurden vom Planer schlicht abgestritten und in den Bereich subjektiver Wahrnehmung gerückt. Die Neu Wulmstorfer Grünen sind mit der FDP auch gegen diesen Kompromiss.

Diese Grünzone soll weg.

Die optische Trennung und der Grüngürtel zwischen dem Wennerstorfers und dem Mienenbüttler Gewerbegebiet sind wegen des Erscheinungsbildes, dem Naturschutz und der Lärmreduzierung aus grüner Sicht nach wie vor unverzichtbar. Jedes weitere, an die LIDL-Erweiterung angrenzende Gebäude wird diesen neuen Mega-Komlpex noch unterstreichen, egal in welcher Höhenlage. Die jüngst nachgereichten neuen Baugrenzen jedenfalls werden optisch und funktionell kaum von Bedeutung sein, aus grüner Sicht ein reine Verhöhnung der Kompromissbereitschaft der SPD. Mal sehen, wie diese darauf reagieren wird. Es bleibt festzuhalten, dass wieder mal eine Ratsmehrheit aus CDU, SPD und UWG dem Investor Habacker entgegen gekommen ist - der Volksmund würde dies sicher etwas deftiger beschreiben. Und dieses Entgegenkommen erfolgt ohne jede Not und ohne erkennbaren Vorteil für die Gemeinde Neu Wulmstorf. Die funktionelle Erweiterung des LIDL-Gebäudes wäre zweifelsohne auch an anderer Stelle oder an einem anderen Standort möglich gewesen. Was immer jetzt auf dem Mienenbüttler LIDL-Grundstück an Ausgleichsmaßnahme geschehen wird  kann den Grünzonenverlust nördlich der LIDL-Halle nicht ausgleichen. Quantität ist nicht gleich Qualität. Nun darf gespannt den öffentlichen Reaktionen in der vorgeschriebenen Bürgerbeteiligung im weiteren Verfahren entgegen gesehen werden, viele Befürworter dürfte der riesige, ungedämpfte Schallreflektor wohl nicht finden und eine Bereicherung für das Landschaftsbild ist diese Aluminium-Breitwand sicher auch nicht. (mik)
Verfasst am 25.07.2011 um 23:03 Uhr von .
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Kommentare

  1. Claus Viets26. Juli 2011

    Lidl Erweiterung

    Hallo Grüne,

    Danke für Eure Haltung, Danke ebenso der FDP für ihre Haltung.

    Ich habe volles Verständnis für die Erweiterungswünsche der Fa. Lidl, nur so wie es jetzt geplant ist, geht es gar nicht.

    Seitdem das Gebäude dort steht, tolerieren wir teilweise erheblichen Lärm auf unserem Grundstück/Wohnhaus. Im Sommer ist das Problem relativ gering, im Winter, wenn die Bäume kein Laub haben, kommt der reflektierte Schall ungefiltert zu uns herüber. Durch den Ausbau der Autobahn wird sich das vermutlich noch verstärken. Sollten die Bäume gerodet werden, haben wir ab dann eine Dauerbeschallung, je nach Witterung. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass dieser Lärm zu dem schon vorhandenen Lärm von BAB, B3, Gewerbegebiet, Baustraße, Bautätigkeit usw. dazukommt.
    Von einigen Leuten werden diese Probleme bewußt ignoriert. In meinen Augen erfüllt diese Willkür den Tatbestand der Körperverletzung.
    Jetzt sind wir aber auch in der Lage, diese Lärmpegel und vor allem die Lärmspitzen zu beweisen bzw. zu messen. Ich hatte gehofft, dass gerade die SPD etwas mehr über dieses Problem nachdenkt. Ein Vorschlag wäre z.B. eine Lärmschutzwand auf der südlichen Autobahnseite, um den Schall zu verhindern. Diese Wand muß vor dem Roden der Bäume gebaut werden. Wir sind auf jeden Fall nicht mehr bereit, diese Lärmbelastungen hinzunehmen, zumal gerade nachts die Tätigkeiten der Betriebe zunehmen. Also geht wohl das Ganze von vorne wieder los, obwohl die erste Klage noch nicht mal entschieden ist.

    Claus Viets

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